Handwerkskunst

Im Garten blühen Apfelbäume und das Handwerk

An den Ständen auf der Obstwiese und im Ausstellungssaal wird nur angeboten, was aus der eigenen Meisterwerkstatt kommt. Zum Beispiel die Damaszener Messer von Alfons Bolley: Im Dießener Gewerkehaus schmiedet er Klingen aus bis 40 Lagen unterschiedlichen Stahls. Komplett werden die Messer durch kunstvolle Lederfutterale, die sein Sohn Raphael Bolley anfertigt. Nebenbei: Am Marktstand schleift der Meister auch mitgebrachte gute Messer und Scheren fachgerecht.
Zum 10. Mal dabei ist die Landsberger Goldschmiede-Meisterin Barbara Helleis. Sie zeigt ihre neueste,  für die Münchner Handwerksmesse erarbeitete Kollektion. Besonders beliebt sind ihre Kronen- und Kippringe.
Wie aus edlen Stoffen Kleider, Taschen und Accessoires entstehen, ist bei der Schneidermeisterin Adelinde Zencominierski zu sehen.
Aus Bad Wörishofen kommt die Handweberin Claudia Ehmann mit edlen Seiden- und Kaschmirschals, aber auch klassischer „Aussteuerware“ und handgewebten Küchentüchern aus Leinen.
Dass Stricken mehr sein kann als „zwei rechts, zwei links“ ist bei Christl Graf zu bewundern: Ihre modischen Schöpfungen aus dem Strick-Café im Dießener Blauen Haus beweisen, dass diese Maschen mehr sind, als ein Hobby.
Papier und Pappe sind die Materialien der Buchbinderin Bettina Goetz-Quell, die zeigt, welch edle Schatullen und Gebrauchsgegenstände sich daraus fertigen lassen.
Zur Markt-Tradition gehören auch die bunten Blüten, die der Landsberger Meistergärtner Franz Wiedemann auf der Obstwiese leuchten lässt.
In Waging am See betreibt Michael Murner sein Glasatelier. Auch er ein Meister seiner Fachs: edle Trinkgläser, Karaffen, kunstvolle Küchengeräte und attraktive Schalen vereinen strenges, unverwechselbares Design und Funktionalität.
Bianka Pröll aus Schöffelding zeigt, was sie in Ihrer Polster-Werkstatt mit Phantasie und solidem Handwerk  aus einem heruntergewirtschafteten Möbel machen kann: ein wahres Schmuckstück.
Otto Scherer – von Kunstausstellungen in aller Welt bekannter Schöpfer von Großkeramiken – ist in Schöffelding mit einem seiner phantastischen Öfen vertreten: Kunst, die buchstäblich erwärmt.
Und natürlich zeigt Hausherrin Rita Roth, was in den letzten Monaten in ihrer Töpferwerkstatt entstanden ist: neben Porzellangeschirr und tradionellem Steinzeug auch wieder eine große Auswahl an bunt bemalten Krügen und Bechern mit lustigen Motiven. Da scheint die Sonne schon auf dem Frühstückstisch.